Mittwoch, 31. August 2016

Hallo aus dem sonnigen Teil dieses Planeten. Nach mehreren Aufforderungen mal etwas zu erzählen, ist nun die Zeit gekommen.

Fangen wir mit Mittwoch an. Flugtag.
Nachdem mich meine Familie am Flughafen abgesetzt hatte und es ein paar peinliche Abschieds-Selfie-Momente gab wurden die Tränen unterdrückt und gewunken. Der Flug geht von Frankfurt Airport los und mein Backpack bringt mich schon jetzt um. 11 Stunden rumsitzen folgen, in denen ich kein Auge zubekomme. Wir bekommen Abendessen und Frühstück und beides ist ganz ok, dafür, dass es Flugzeugessen ist.


Donnerstag Morgen kommen wir am Flughafen in Johannesburg an.
Das Gepäck wird abgeholt und es geht weiter mit dem Bus zu einem Hotel in der Nähe von Potchefstroom. Hier wird das On-Arrival Seminar für drei Tage stattfinden. Um 12:00 Uhr werden wir von bekannten Gesichtern begrüsst. Beim Vorbereitungsseminar in Bad Honnef konnten wir schon ein paar Projektleiter und DSJWler kennen lernen. Als wir unser Gepäck aus dem Bus holen fällt der Gruppe ein Zebra auf, was sich zwischen ein paar Kühen auf der Weide versteckt hat. Nach ein paar Begrüßungsworten und etwas Freizeit gibt es Abendessen. Dabei fängt irgendwann eine kleine Band an einem Tisch an Bob Marley Lieder und andere zu spielen. 
Abends wird dann noch ein großes Feuer gemacht während der kleinen Band zugehört wird. Hier wird es übrigens sehr früh dunkel! Um spätestens 18:00 Uhr ist es hier stockduster! Arno (einer der südafrikanischen Projektleiter) zeigt einer kleineren Gruppe die fünf Planete, die man aus Südafrika sehen kann. wenn ich mich recht erinnere waren es Venus, Saturn, Mars, Jupiter und noch ein anderer an den ich mich gerade nicht erinnern kann.


Freitag wird dann mit Spielen und Gesang weitergemacht. Auf dem Video ist auch eins der Spiele zu sehen. Man konnte aber sonst auch noch Bogenschießen mit Maske und Gummmiaufsatz, damit es nicht so weh tut, wenn man getroffen wird. Gegen den Abend werden wir beim Essen von Schulkindern aus den Projekten mit einem Tanz überrrascht. Die Jungs haben so einen Gummistiefeltan-Tanz gemacht bei dem man stampft, klatscht und auf den Stiefeln trommelt. Die Mädchen haben etwas in Richtung Ballett getanzt. Sah beides sehr gut aus! Nachdem die Aufführung vorbei ist werden wir noch Geschminkt. Eines der Schulkinder macht bei mir das Face Painting. Sie ist sehr nett und erzählt mir, dass sie bei einem nationalen Tanzwettbewerb den ersten und dritten Platz bei verschiedenen Tanzrichtungen gemacht hat. Sehr beeindruckend! Alle Freiwillige lassen den Abend in einer netten Runde ausklingen.
Impala Würstchen
schmecken
nach Rind find' ich

Am nächsten Morgen (Samstag) werden, nach ein paar Abschiedsworten, die Busse mit unserem Gepäck beladen und die einzelnen Leute werden zu ihren Projekten gefahren. Von 10-ca.17:30 Uhr fahren wir rum und setzten alle Leute an ihren jeweiligen Einsatzplätzen ab. Mein Projekt ist leider das Vorletzte und ich muss fast 8 Stunden warten, bis ich endlich in Tlholego ankomme. In Tlholego angekommen begrüßt uns Lea, die Classic Freiwillige, die schon seit April hier ist. Auch Moshimanyana, ein alter aber fitter Hund, Hobs (Babyhund), Desiree (hobs Besitzerin/Babysitterin/Freundin von Hobs) und Stephanie und Paul kommen uns entgegen, als wir aus dem Bus steigen. Wir stellen unsere Sachen ab und Lea zeigt mir die Umgebung. Lenart wird von Mooketsi, einer der Village-Bewohner rumgeführt. Als es dunkel wird bereiten wir ein großes Braai (Südafrikanisches Wort fürs Grillen) vor. In Südafrika wird sehr viel Fleisch gegessen. Vor allem auch gejagtes Fleisch. An diesem Abend haben wir zum Beispiel Impala gegessen. Das ist das hübsche Tier was man auf dem Bild sehen kann. 
Im Hintergrund sieht man die Berge

Sonntag ist ein sehr entspannter Tag. es gibt hier nicht wirklich viel zu machen. Das Einzige, was es hier gibt ist ein Shop ("Shoppo"), auf der anderen Straßenseite, in dem man Alkohol und Chips und Kleinkram kaufen kann. Der Shop ist gleichzeitig auch ein Taverne und absolut nicht mit einer deutschen Bar zu vergleichen. Wir machen also einen Rundgang, durch die umliegende Landschaft und ich erfahre, dass die Berge, die man von hier aus sehen kann, die ältesten Berge der welt sind. Oder zumindest hat man hier angeblich die ältesten menschlichen Knochen gefunden. 

Montag ist der erste Arbeitstag. Es ist auch der erste Tag an dem ich die Leute aus dem Dorf kennenlerne. Als ich am Samstag angekommen bin waren nämlich viele Leute nicht da, weil gerade Pay Day war und viele Leute dann zu ihren Familien oder so fahren. Ich lerne an diesem Tag auch Mothlutleng (ich hoffe ich habs richtig geschrieben) und Onkarabile ( auch "Mamuki" genannt) kennen, zwei kleine Mädchen, die ungefähr zwei Jahre alt sind. Die beiden sind echt pures Entertainment und sehr lustig. die reden auch den ganzen Tag miteinander auf einer Sprache die sonst keiner versteht. Ich werde demnächst mal versuchen ein Video hochzuladen in dem man die beiden sieht! 
Die ersten Wochen soll ich hier im garten arbeiten, um zu verstehn, wie hier alles funktioniert. Also fangen wir um 8:00 ( Naja kurz nach acht. die Leute habens hier nich so mit dem pünktlich nafangen) mit Unkraut zupfen an. Von 10-10:30 Uhr ist hier immer Frühstükspause und um 13:00 Uhr ist dann für eine Stunde Lunch Break. Um 17:00 Uhr ist der Arbeitstag vorbei.

Die restliche Arbeitswoche verläuft ähnliche. Wir ziehen Unkraut, legen neue Beete an, pflanzen irgendwas um oder bewässern die Beete. 

Ich glaub ich mach hier mal einen Schlusspunkt Ich werde sobald wie möglich noch mehr erzählen aber ich wollte jetzt erstmal ein paar erste Eindrücke liefern. 

Hier sind noch ein paar Fotos:
Das ist der kleine Hobbes












Links schlafe ich und rechts Lea

Hinter den Tüchern sind die Betten


Ein sehr ordentlicher Schreibtisch











Bis bald!
Amira












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